Diese Karte zeigt die Position von Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen/Hort und kirchlichen Einrichtungen, sowie die eines Krankenhaus. Die rote Linie markiert, dass die Prostitution im direkten Bereich dieser Einrichtungen stattfindet. 


Tägliche Realität:

  • Prostituierte dienen sich den Freiern im Fahrbahnbereich vor Schulen, Kitas, vor Ladenflächen Gewerbetreibender, vor kirchlichen Einrichtungen und vor den Augen der Anwohner, Kinder und Jugendlichen an.
  • Der Geschlechtsverkehr wird öffentlich, auch am Tage, in Hauseingängen, in Parkboxen von Mietshäusern, auf Spielplätzen, hinter der Kirche, im Auto am Straßenrand oder in der Tiefgarage der Elisabeth-Klinik vollzogen. 
  • Sexarbeiterinnen werden mit Gewalt und unter Drogeneinfluss von Zuhältern aus deren Fahrzeugen geprügelt und zur Prostitution gezwungen. 
  • Vollständig unbekleidete Prostituierte waschen sich in aller Öffentlichkeit. 
  • Nächtliche laute Störungen erfolgen durch Streitigkeiten mit Zuhältern und Freiern. 
  • Prostituierte und Zuhälter haben teilweise keinen festen Wohnsitz und übernachten in Autos oder illegal in Kellern und Tiefgaragen von Wohnhäusern. 
  • Anwohner werden durch das Auftreten von Zuhältern und deren Drohgebärden verunsichert.
  • Unhygienische Verhältnisse erfolgen durch Hinterlassenschaften der Prostituierten an zahlreichen Verrichtungsorten, auch in Treppenhäusern und Kellerabgängen von Wohnhäusern. 
  • Das öffentliche Umfeld verwahrlost zunehmend.  

Müll auf den Gehwegen und Straßen ist tägliche Realität. Drogenbesteck findet man sogar in Treppenhäusern der Anwohner. 


Die Ursachen:

  • Der Kurfürstenkiez hat sich für Sextouristen als deutschlandweit bekannter Billigstrich etabliert.
  • Der Strich hat sich im Laufe der Jahrzehnte grundlegend geändert: Wurde die Straße und der öffentliche Raum früher zur Anbahnung genutzt, dient er heute als Vollzugsort.
  • Die Sexarbeit erfolgt überwiegend illegal. Nur wenige Prostituierte erfüllen die Anforderungen des Prostituiertenschutzgesetzes.
  • Der überwiegende Teil der aus dem osteuropäischen Raum kommenden Prostituierten üben das Gewerbe nur für wenige Wochen aus, um dann in anderen Städten ihre Arbeit fortzuführen. Diese Frauen werden von Hilfsangeboten nicht erreicht und sind daher beratungsresistent. An einem verträglichen Miteinander mit den Anwohnern besteht kein Interesse.
  • Der großen Anzahl von Prostituierten stehen immer weniger Verrichtungsorte zur Verfügung. Sie drängen daher in die angrenzenden Bereiche der Genthiner Straße, Derfflinger Straße, Lützowstraße und Pohlstraße.
  • Kontrollen zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben finden kaum statt und zeigen keine Wirkung.