Verantwortliche Politiker plädieren für ein friedliches Miteinander.

Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass sich die Kiezbewohner mit kriminellen Machenschaften und Menschenhandel arrangieren müssten!


Von verantwortlichen Politikern verschiedener Parteien hat sich die nostalgische Betrachtungsweise verfestigt: " ... der Straßenstrich existiert seit Jahrhunderten, er gehört einfach dazu ..."

 

Da wird die historische Entwicklung völlig außer Betracht gelassen, dass die Prostitution ursprünglich im Bereich des Sportpalastes an der Potsdamer Straße angesiedelt war, in einem Bereich ohne Schulen und Jugendeinrichtungen, und der Vollzug in Stundenhotels und in Etablissements stattfand. 

Die spätere Verlagerung erfolgte in Bereiche mit Brachflächen (unbebautes Botschaftsviertel) und Straßen, die überwiegend durch Gewerbe geprägt waren (Kurfürstenstraße und Genthiner Straße). 

 

Heute befinden sich in diesem nun bebauten Bereichen überwiegend Wohnhäuser und Folgeeinrichtungen wie Kindertagesstätten, Vorschulen, Schulen, Gymnasien und soziale Einrichtungen. 

 

Der Vollzug findet nun im öffentlichen Raum statt. 

 

Bei den derzeit den Berliner Senat tragenden Parteien besteht die Auffassung, eine offensichtlich notwendige Sperrbezirksverordnung sei kontraproduktiv, da eine unkontrollierbare Verdrängung des Gewerbes die Folge sei.

Hier stellt sich gleich die Frage, ob der Straßenstrich in der Kurfürstenstraße mit allen kriminellen Begleiterscheinungen kontrolliert wird oder kontrollierbar ist? Der Eindruck der Bewohner spricht dagegen.